Stubenreinheit

Veröffentlicht von Dieter Dust (dust) am 28.03.2011
rund um's Haustier >> TIPPS

 

In aller Regel sind Welpen, die vom Züchter abgegeben werden, noch nicht stubenrein.

Allerdings sollten die kleinen Vierbeiner innerhalb von 2 Wochen dazu gebracht

werden,nicht mehr in die Wohnung zu pieseln. Klappt das nicht in diesem Zeitfenster,

ist nicht der Hund, sondern in den meisten Fällen sein Besitzer schuld daran.

Die denkbar schlechteste Lösung ist eine Bestrafung des Tieres. Denn beim

Hund ist der Wunsch nach Sauberkeit instinktiv ausgebildet.

So wird ein Welpe niemals in seine Wurfkiste oder in sein späteres Körbchen

machen, in dem er auch schläft.

Natürlich kann das immer mal passieren. Allerdings schämt sich der kleine Racker

auch dafür und wird alles daran setzen, dass dies nicht noch einmal vorkommt.

 

Trotz größter Anstrengungen kommt es unweigerlich zu ersten Missgeschicken und

der Hund erleichtert sich in der Wohnung. Dann sollten Herrchen oder Frauchen

alles schnell wegwischen und den Lappen dort hinlegen, wo der Welpe eigentlich

sein Geschäft verrichten soll. Also an eine Stelle im Garten oder in ein Gebüsch am

Straßenrand. Sehr schnell lernt er dann, dass er sich nur an diesen markanten

Stellen erleichtern darf.

 

Auf dem Weg zur Stubenreinheit ist regelmäßiges Gassigehen sehr wichtig.

Nach jeder Mahlzeit oder nach dem Nickerchen muss der Hund an die frische Luft

und zu seinem angestammten Platz. Und der mit seinem Eigengeruch präparierte

Lappen signalisiert ihm, dass er hier genau richtig ist. Auch nicht so erfahrene

Hundebesitzer haben schnell den Dreh raus, wann der Vierbeiner gerne vor die

Tür möchte. Er wird nach dem Fressen oder nach seinem Schläfchen unruhig

und meldet sich von selbst. Mit dem Gassigehen sollte man auch den Tag

beginnen und beenden. Eine Fausregel besagt:

Alle 2 Stunden und eine 1/4 Stunde nach den Mahlzeiten.

 

An diesen Rhytmus wird sich der Kleine schnell gewöhnen. Übrigens gilt dies

auch für den Menschen.

 

Denken Sie daran:

Es gibt kein schlechtes Wetter. Es gibt nur schlechte ungeeignete Kleidung.

 

 

 

Lob und Tadel sind in dieser Erziehungsphase enorm wichtig. Sobald sich der

Welpe an der richtigen Stelle erleichtert hat, darf gelobt werden.

Geizen sie nicht mit wohlwollenden Worten. Auf der anderen Seite muss aber

auch Tadel sein.

Schimpfen sie mit dem Hund, wenn er in die Wohnung gemacht hat.

Führen sie ihn danach sofort zu seinem Platz. Jetzt weiss er ganz genau, 

warum er diesen Tadel bekommen hat. Hier ist Konsequenz gefragt, damit der

Welpe erst gar nicht auf die Idee kommen kann, dass es auch Ausnahmen von

dieser Regel gibt. Auf gar keinen Fall darf der Welpe mit seiner Nase auf das

Missgeschick gestossen werden. Das hochentwickelte Sinnesorgan kann durch

solche ungeeigneten Strafmaßnahmen schweren Schaden nehmen. 

 

Holger Bernert

 

 

 

Zuletzt geändert am: 20.03.2012

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